Am Anfang fast aller natürlich entstandenen Schotterflure oder sogenannten Ruderalflächen steht ein Unglück: Die meisten von ihnen sind ein Überbleibsel eines Hang- oder Felsrutschs. Das zu Tal gestürzte Gestein begräbt Vegetation und Rasen unter sich und bildet eine neue Deckschickt. Diese «Stein-Landschaft» mag auf den ersten Blick lebensfeindlich wirken – eigentlich ist sie aber das Gegenteil. Denn hier – auf, zwischen und unter dem Schotter – fühlen sich viele Kleintiere wohl: Reptilien, Insekten oder Amphibien. Aber auch für Pflanzen sind diese losen Strukturen eine willkommene Abwechslung. Insbesondere Pionierpflanzen siedeln sich hier sehr gerne an.
Das Besondere an diesen Schotter-Inseln: Egal, ob sie an einem Flussufer, an einer Strassenböschung oder zwischen zwei Hecken liegen; sie tragen überall zur Biodiversität bei. Denn sie bilden überlebenswichtige Tritt-Inseln für diverse Tier- und Pflanzenarten.